Die 2.000 Halb-Eisernen von Leipzig
Im August wurde in der Messestadt zum ersten Mal ein Ironman-Wettbewerb ausgetragen. Das heißt: Es wurde viel geschwommen, geradelt und gerannt. Und angefeuert. Die Organisatoren sind zufrieden.
Am 23. August fällt der Startschuss für die Profi-Männer bereits um acht Uhr morgens. Fünf Minuten später folgen die Profi-Frauen. Nach und nach gehen die restlichen Sportler*innen ins Wasser. Insgesamt wagen sich 2.234 Personen in den Cospudener See. „Smile if you peed in the water“ wird ein Teil von ihnen später auf der Laufstrecke lesen, denn kurz vor der Quarterback-Arena hat sich eine Zuschauerin positioniert, die mit genau diesem Spruch auf ihrem Transparent hinter der Absperrung steht. Sie ist eine von Hunderten, die am Streckenrand stehen, um den Triathlet*innen den Rücken zu stärken.
Beim ersten Leipziger Ironman 70.3 ging es darum, 70,3 Meilen zurückzulegen. Das bedeutet, in Kilometer umgerechnet: 1,9 Kilometer schwimmen, rund 90 Kilometer Rad fahren und anschließend 21,1 Kilometer laufen. Im Anschluss gab es die Finisher-Medaille. 98 Prozent der Starter*innen bewältigten diese Strecke, bestätigt Markus Hanusch von der Ironman Germany GmbH. Vor dem Hintergrund, dass die Hälfte der Sportler*innen zum ersten Mal überhaupt bei einem solchen Wettkampf angetreten ist, findet er diese Quote „sehr erfreulich“. Laut Hanusch zeigt dieses Ergebnis, „dass viele Athletinnen und Athleten optimal auf die Herausforderung vorbereitet waren.“

Nach dem Zieleinlauf trafen sich die Sportlerinnen, ihre Familien und Unterstützerinnen vor der Quarterback-Arena. Foto: Caroline Tennert
Dahinter steckt eine rund 50 Jahre alte Tradition. Der erste Wettkampf fand im Jahr 1978 in Hawaii statt. Auf dem Programm standen damals rund 3,9 Kilometer Schwimmstrecke, circa 180 Kilometer Radstrecke und ein anschließender Marathon. Das sind auch heute noch die Distanzen, wenn man an einem Langdistanz-Ironman teilnimmt. In Leipzig bestritten die Athlet*innen aber einen sogenannten Halbdistanz- oder Mittelstrecken-Triathlon. Und das voraussichtlich nicht zum letzten Mal. Nach LVZ-Informationen sind aktuell mindestens zwei weitere Austragungen geplant.
Die Premiere war aus Sicht der Organisator*innen bereits ein Erfolg. Wie es weitergeht, teilt Hanusch auch mit. Alle Teilnehmer*innen hätten per E-Mail einen Feedbackbogen zugesandt bekommen. Weiter: „Die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge werden systematisch ausgewertet und fließen stark in die weitere Planung ein. Üblicherweise warten wir etwa vier Wochen, bevor wir die Ergebnisse auswerten.“
Zum Interview mit der schnellsten Starterin unter den Profi-Frauen Caroline Pohle
Titelbild: Caroline Tennert
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