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  • Eleganz, Exzellenz und Exklusivität – der Universitätsball 2026

    Unter dem Motto „Leipzig: Exzellent!“ lädt die Universität Leipzig am Freitag, dem 10. Juli, zum festlichen Sommerabend ein.

    Schillernde Abendkleider und schwarze Anzüge rauschen über den roten Teppich im Foyer der Kongresshalle am Zoo. Aus dem Festsaal erklingen die ersten Takte der Leipziger Galaband Cosmic Light, während sich die Gäste bei Sekt und Orangensaft begrüßen. An den runden Tischen im großen Saal füllen sich die Plätze. Rund 450 Besucher*innen sind zum Universitätsball 2026 gekommen – der Ball war bereits im Mai nahezu ausverkauft. 

    Tradition nach über 30 Jahren Pause 

    Mit dem Universitätsball knüpft die Universität an eine alte Tradition an. Nachdem die Veranstaltung zuletzt 1990 stattgefunden hatte, wurde sie 2024 wiederbelebt. In allen drei Jahren seit der Wiederaufnahme war der Ball restlos ausverkauft. 

    Der Universitätsball richtet sich an alle Beteiligten der Universität – von Studierenden über Mitarbeitende und Professor*innen bis hin zu Partner*innen aus Forschung und Wirtschaft. Neben offiziellen Vertretenden der Universität haben sich einige Studierende für den Abend herausgeputzt. Vivi und Elena studieren Sonderpädagogik und sind beide mit ihren Partnern zum Ball gekommen. „Wir tanzen sehr gerne“, erzählt Vivi. „Mein Freund und ich waren vor einem Jahr schon da. Die Musik hat uns so gut gefallen, dass wir dieses Jahr wieder kommen wollten.“ 

    Nele schließt dieses Semester ihr Medizinstudium ab und sieht den Abend als eine Art Abschlussball. „Ich bin mit meinen drei Freundinnen hier, mit denen ich sechs Jahre lang studiert habe“, sagt sie nostalgisch. „Um das gemeinsam zu feiern, haben wir uns eine Tischkarte gegönnt.“ Dabei ist das ermäßigte Ticket für Studierende mit nun 60 Euro im Vergleich zum letzten Jahr teurer geworden. 

    Urban Female vom Unisport begeistern die Gäste mit ihrem Auftritt. Foto: Vlada Kostohlodova

    Wissenschaft trifft Tanzfläche 

    Durch den Abend führt Fernsehmoderatorin und Uni-Alumna Kamilla Senjo. „Der Ball hat seinen festen Platz im Leipziger Veranstaltungskalender gefunden“, sagt die Rektorin Eva Inés Obergfell bei ihrer Eröffnungsrede. Dass der Ball nach seiner Wiederbelebung fortgeführt wird, begründet sie mit der positiven Resonanz der vergangenen Jahre. 

    Die Turniertanzpaare Josefine Zimmermann und Simon Parascandola sowie Sophie Bretschneider und Justin Elert vom Zentrum für Hochschulsport eröffnen die Tanzfläche. Der erste Tanz der Rektorin – ein langsamer Walzer – geht ebenfalls an den Studenten Simon Parascandola. Auftritte der Hochschulsportgruppen UrbanFeMale und Orientalischer Tanz ergänzen das Programm. 

    Ein sommerliches Buffet bietet ein vielfältiges kulinarische Angebot. Auf der Außenterrasse können die Gäste die Eissorte „Summo com Laude“ (hier Link: https://www.luhze.de/2025/08/15/uni-eis-tut-gutes/) – eine Kooperation der Universität mit der Leipziger Eisdiele San Remo – probieren:  griechischer Joghurt mit Himbeersoße und Schokolade. 

    Mehr als ein festlicher Abend 

    Aus Sicht der Universität ist der Ball der gesellschaftliche Höhepunkt des Sommersemesters. Er soll Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule zusammenbringen und Raum für Austausch und Vernetzung schaffen. Auch Mitglieder der Stura-Geschäftsstelle nutzen den Abend, um Kontakte zu knüpfen. Vor dem Eiswagen unterhalten sie sich angeregt mit der Geschäftsführerin des Studentenwerks Andrea Diekhof und der Prorektorin Brigitte Latzko. „Durch den Ball können wir uns auf einer persönlicheren Ebene kennenlernen“, sagt ein Stura-Mitglied. „Heute Abend reden wir nicht über die Arbeit. Aber sich auch privat sympathisch zu sein, hilft sehr, wenn der Stura mal ein Anliegen an das Direktorat oder Studentenwerk hat.“ 

    Die Universität nutzt den Abend ebenfalls, um Geld für die Wissenschaft zu sammeln. Harald Langenfeld, Vorstand der Sparkasse Leipzig, übergibt zwei Deutschlandstipendien an die Universität. Durch die Stipendien erhalten Studierende, die sich durch Studienleistungen oder soziales Engagement auszeichnen, finanzielle Unterstützung. 

    Feiern trotz Sparkurs 

    Organisiert wird der Universitätsball vom Veranstaltungsmanagement der Stabsstelle Universitätskommunikation. Nach Angaben der Universität finanziert sich die Veranstaltung vollständig über Ticketverkäufe und Sponsoring. Mittel aus dem regulären Haushalt der Universität würden nicht eingesetzt. Deshalb hätten auch die aktuellen Sparmaßnahmen keine Auswirkungen auf Planung und Durchführung des Balls. 

    Rektorin Obergfell schneidet die Mitternachtstorte an. Foto: Vlada Kostohlodova

    Offen für alle? 

    Obwohl der Ball laut Universität allen Beteiligten offensteht, dürfte die Veranstaltung vor allem für diejenigen attraktiv sein, die sich die Eintrittskarten leisten können. „Als Studierender kommt schon die Frage auf, wie sehr sich eine Eintrittskarte finanziell lohnt“, merkt ein Stura-Mitglied an. „Für den Preis muss man schon sehr viel essen und trinken oder sehr gerne tanzen wollen.“ Obwohl die angespannte Finanzlage der Universität keine Auswirkungen auf den Ball hat, bleibt die Frage nach Zugänglichkeit und Prioritätensetzung offen. 

    Um 22 Uhr stürmen junge Studierende in glitzernden Kleidern erwartungsfreudig in die Kongresshalle. Der Kreis der Gäste wird um diejenigen erweitert, die ein Tanzticket für 35 Euro erworben haben: Essen und Trinken sind nicht enthalten, dafür wird das Tanzbein geschwungen. Cosmic Light begeistert mit Schlagermusik oder Klassikern wie „I will survive“ von Gloria Gaynor und „The time of my life“ aus dem Soundtrack aus „Dirty Dancing“. Um Mitternacht schneidet Oberfell die Torte mit Universitätslogo an, die bei Musik verspeist wird, bis der Abend um 1 Uhr sein Ende findet. 

     

    Titelbild: Vlada Kostohlodova

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