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  • Leipziger Start-up Förderung erkämpft sich Millionensubvention

    Die Gründungsinitiative der Universität Leipzig unterstützt seit 2006 junge Unternehmen. Jetzt soll sie international werden. Mit im Boot sind die Universitäten Halle und Jena.

    Dass Universitäten Studierende bei Unternehmensgründungen unterstützen, ist heutzutage nichts Besonderes mehr. Dass sie dabei international agieren, ist es dagegen schon. Anfang April hat die Universität Leipzig mit ihrer Gründungsinitiative Smile und den Universitäten Halle und Jena das Projekt „International Startup Campus“ ins Leben gerufen. In einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie konnte der Unibund mit dem Projekt als einzige mitteldeutsche Initiative überzeugen und sicherte sich so 3,8 Millionen Euro Unterstützung.

    Das Projekt teilt sich in drei Handlungsfelder: die Akademie, das Beschleunigen der Internationalisierung und das Anlocken von ausländischen Teams. Der internationale Schwerpunkt liegt auf den Ländern China, Japan und Vietnam. „Gründungen internationalisieren sich heutzutage sehr schnell“, sagt Utz Dornberger, Leiter von Smile und des International Startup Campus. „20 Prozent der technologieorientierten Start-ups expandieren schon nach einem Jahr in ein anderes Land“, erklärt der Entwicklungsökonom. Deutschland sei nicht immer der geeignetste Markt. Umso wichtiger sei es, dass Start-ups von Anfang an international denken.

    Dazu wollen die drei Universitäten eine internationale Gründungsakademie schaffen, in der entsprechende Inhalte theoretisch vermittelt werden: die Akademie-Phase. Ein Augenmerk liegt auch auf ausländischen Studierenden. „Sie sind oft weniger risikoscheu als die Deutschen“, sagt Dornberger. Die Akademie kümmere sich auch um die Integration von ausländischen Studierenden in deutsche Start-up Teams und um Bürokratisches wie die Visumsvergabe.

    In einem vorangegangen Projekt sind Start-ups nach Shanghai gereist und hatten dort die Möglichkeit, Projektpartner*innen zu treffen und das Land kennenzulernen. Dieses Konzept wird im Beschleunigungsschritt aufgegriffen. Die Möglichkeit soll auch in Japan und Vietnam geschaffen werden. „Die Universität hat bereits ein Büro in Ho-Chi-Minh-Stadt, von dort aus können wir unser Netzwerk aufbauen“, sagt Dornberger.

    Das Anlocken ist das dritte Vorhaben des Projekts. „Wir wollen Gründerteams nach Mitteldeutschland holen“, sagt Dornberger. Auch um einzelne Personen, die dann in deutschen Start-ups mitarbeiten, will Dornberger und sein Team werben. „Die Ideen sind in Deutschland da. Aber oft fehlen zum Beispiel Softwareentwickler für deren Umsetzung“, erläutert Dornberger. „Deutsche Informatikstudierende sind oft schon im zweiten Studienjahr bei Unternehmen angestellt.“ Werben will der Unibund mit monetären Förderungen und der Forschung vor Ort. „Ich bin sehr zuversichtlich. Wir haben starke Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Leipzig, Halle und Jena.“

    Foto: DC-Hub

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