Frühjahrsputz für Zimmerpflanzen
Gießen, wischen, düngen – hier gibt es Pflegetipps für Monstera und Co.
Der Frühling ist da und mit ihm erwacht auch die Natur wieder zum Leben. Das gilt nicht nur draußen, sondern auch in den eigenen vier Wänden. Zimmerpflanzen wachsen nun sichtbar schneller, gleichzeitig verdunstet Wasser durch steigende Temperaturen und mehr Licht deutlich rascher.
Doch woher wissen wir eigentlich, was unsere Pflanzen wann brauchen? Zu Beginn müssen wir vor allem bestimmen, was für eine Pflanze vor uns steht. Nehmen wir als Beispiel die Fensterblatt Monstera: Sie liebt helle Standorte, verträgt jedoch kein direktes, intensives Mittagslicht, da ihre Blätter sonst verbrennen können. Ob sie sich wohlfühlt, zeigt ihr Wachstum. Kleine Blätter mit wenigen oder keinen Einschnitten können auf zu wenig Licht hindeuten.
Völlig Gegensätzlich verhält es sich da beispielsweise mit der Calathea. Viele haben (oder hatten) sie, denn sie kann zickig werden. Zu viel oder wenig Licht oder fehlende Luftfeuchtigkeit – so leicht verzeiht sie dir das nicht. Bei der Calathea gilt es, auf ausreichend Luftfeuchtigkeit und einen warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung zu achten, sonst folgen gelbe oder braune Blätter. 20 bis 25 Grad Celsius sind ihre Wohlfühltemperatur.
Aber unabhängig von der jeweiligen Art gibt es einige Grundregeln der Pflanzenpflege. Beim Gießen gilt: lieber seltener, dafür durch- dringend wässern. Das verhindert Staunässe und fördert ein gesundes Wurzelwachstum. Ob eine Pflanze Wasser benötigt, lässt sich einfach testen: Fühlt sich die Erde in ein bis zwei Zentimetern Tiefe trocken an, ist es Zeit zu gießen. Einige Arten, etwa Orchideen, bevorzugen statt klassischem Gießen ein kurzes Tränken, indem man sie im Übertopf für einige Minuten in Wasser stellt. Dabei bitte nicht vergessen, den Übertopf zu leeren, sonst wird die Pflanze auf Dauer ertränkt.
Auch die Blattpflege sollte nicht vernachlässigt werden. Staub auf den Blättern behindert die Lichtaufnahme. Regelmäßiges Abwischen oder gelegentliches Abduschen kann helfen. Vorsicht ist allerdings bei Sukkulenten geboten – sie reagieren empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit.
Fangen neue Blätter an zu sprießen, ist zudem ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen gekommen. In der Regel reicht das alle zwei bis drei Jahre, da die Pflanzen in dieser Zeit das Substrat durchwurzeln und Nährstoffe aufbrauchen. Schnell wachsende Arten können auch früher umgetopft werden. Wichtig dabei: Umtopfen bedeutet Stress für die Pflanze, ein sogenannter „Umpflanzschock“ ist möglich.
Ergänzt wird die Pflege durch regelmäßiges Düngen. Zwischen März und Oktober empfiehlt es sich, etwa alle zwei Wochen zu düngen. Die Auswahl an Düngern ist groß: Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, greift zu biologischen Produkten.
Trotz guter Pflege sind Schädlinge nie ganz auszuschließen. Im Ernstfall hilft es, die Pflanze gründlich abzuduschen und die Blätter zusätzlich einzeln zu reinigen, um einen Teil der Schädlinge mechanisch zu entfernen. Ein letzter Tipp: Neue Pflanzen sollten nicht sofort zu den bereits vorhandenen gestellt werden. Eine zweiwöchige „Quarantäne“ kann verhindern, dass eingeschleppte Schädlinge auf andere Pflanzen übergehen.
Titelbild: hk
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