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    Mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Klausuren: Diese Zeit im Semester ist für viele besonders belastend. Was ihr tun könnt, um euch vor negativem Stress zu schützen.

    Stress in der Prüfungsphase ist ein Massenphänomen, und kann sich dennoch grundverschieden anfühlen. Während einige Studierend vor allem Schwierigkeiten mit Strukturierung und Planung des Lernstoffs haben, können andere vor lauter Sorgen nicht mehr schlafen. In einem zweiteiligen Online-Kurs der psychosozialen Beratung des Studentenwerk Leipzig haben wir von luhze Tipps gesammelt, wie man die eigene Psyche vor Dauerbelastung schützt.

    Um Stress zu reduzieren, muss man erstmal verstehen, was Stress eigentlich ist. Grob gesagt bedeutet Stress, dass unser sympathisches Nervensystem aktiviert ist. Wir spüren das dadurch, dass wir angespannt, unruhig und vielleicht auch überfordert sind. Dein Körper befindet sich außerhalb deines Stress-Toleranz-Fensters, und Körperfunktionen wie Atmen, Herzschlag oder Schwitzen sind dauerhaft strapaziert. Im Grunde genommen realisiert dein Körper, dass du in einer Krise steckst. Ein Begriff, der seit Corona immer wieder auch in den Medien auftaucht, und hier wichtig wird, ist die Resilienz, oder auch Widerstandskraft. Sie erweitert dein Stress-Toleranz-Fenster, indem sie deine psychische Gesundheit aufrechterhält und in Krisen schneller wiederherstellen kann. Faktoren, die dich widerstandsfähiger machen, sind zum Beispiel Humor, aber auch Selbstwirksamkeit. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff befindet sich die Idee, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Täglich zwei Minuten darüber nachzudenken, was dich heute glücklich gemacht hat oder wofür du dankbar bist, aktiviert bereits den Gehirnbereich, der für Selbstverantwortung zuständig ist. Eine weitere Möglichkeit ist, dem sympathischen Nervensystem eine Pause zu gönnen, indem du deine Vorstellungskraft nutzt, etwa in Meditationen. Die ist nämlich sehr nah verbunden mit dem Gehirnteil, der für unsere Emotionen zuständig ist, und der maßgeblich unser Wohlbefinden bestimmt. Dich deiner Vorstellungskraft hinzugeben hat nichts damit zu tun, dir selbst etwas vorzumachen oder den Stress „wegzufantasieren“. Vielmehr abstrahiert es den Grund für den Stress von dir selbst als Person. Für die Dauer einer Meditation oder einer Atemübung beschränkst du das eigene Dasein  auf den Raum und den Körper, in dem du gerade bist – und nimmst der Prüfungsphase ein wenig von der Macht, die sie ergriffen hat. Atemübungen und auch Meditationen gibt es kostenlos im Internet, zum Beispiel von der Techniker Krankenkasse.

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