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    Am 6. Mai wird an der Universität Leipzig das WLAN umgestellt. Wer die Konfiguration bis 17. Juni nicht vorgenommen hat, fliegt raus. Der Direktor des URZ erklärt, wie ihr drinbleibt.

    Nie wieder vergeblich nach Mobilfunksignal in den dunklen Kellern einer Universität suchen, dafür aber ganze Staffeln „Game of Thrones“ in der Bibliothek anschauen. In Leipzig, sowie in Buenos Aires. Das verdanken wir dem internationalen eduroam-Netzwerk. Doch wer sein Smartphone, Laptop oder Tablet nicht zügig neu konfiguriert, steht bald ohne WLAN da – und das gerade während die letzten „Game-of-Thrones“-Folgen erscheinen!

    Das Universitätsrechenzentrum (URZ) mobilisiert zurzeit alle Kommunikationskanäle, um die Studierenden auf die kommende WLAN-Umstellung aufmerksam zu machen. „Täglich verbinden sich bis zu 35.000 Geräte mit dem WLAN. Aktuell müssen wir also sozusagen eine Kleinstadt umstellen“, erklärt Dieter Lehmann, der Direktor des URZ. Am 6. Mai wird der Authentifizierungsserver umgestellt, sodass ab diesem Zeitpunkt Geräte mit veraltetem Sicherheitsverfahren aus dem Netzwerk ausgeschlossen werden. Am 17. Juni wird dann das neue Zertifikat eingesetzt, infolgedessen sich alle nicht neu konfigurierten Geräte definitiv nicht mehr mit dem Netzwerk verbinden können.

    Täglich verbinden sich bis zu 35.000 Geräte mit dem universitären WLAN-Netz.

    Um den Wechsel auf den eigenen Geräten durchzuführen, stehen auf der Website des URZ Programme für alle gängigen Betriebssysteme zur Verfügung. Wer bei der Umstellung Probleme hat oder sich nicht sicher ist, was zu tun ist, kann sich neben den bestehenden Angeboten des URZ-Servicedesks und der WLAN-Beratung auch an die auf der URZ-Website aufgeführten Beratungspunkte, wenden.

    Doch wofür wird eigentlich ein Zertifikat benötigt? „Ein Zertifikat ermöglicht bildlich gesprochen ein Vertrauensverhältnis zwischen dem eigenen Gerät und dem Netz der Universität Leipzig“, erklärt Lehmann. „Es stellt sicher, dass Nutzer und Uni miteinander kommunizieren und nicht Fremde.“ Solch eine Prüfung auf Authentizität und Integrität findet überall Verwendung, wo über eine gesicherte Leitung kommuniziert wird, zum Beispiel, wenn im Browser eine Website über das sichere HTTPS-Protokoll aufgerufen wird.

    Oft wird dabei eine Kette von Zertifikaten gebildet. „Das bisherige Zertifikat war 20 Jahre im Einsatz und wird jetzt ausgetauscht. Dabei wird ein neues Zertifikat genutzt, das, wie schon das vorherige, von der Deutschen Telekom ausgestellt wird“, erläutert Lehmann. Die Telekom stellt dem Deutschen Forschungsnetz (DFN) ein Zertifikat aus. Das DFN stellt anschließend den Universitäten Zertifikate aus. Ein solches System, wie das DFN eins betreibt, nennt sich Public-Key-Infrastruktur. „Der Ablauf des Zertifikats betrifft alle Hochschulen, die die sogenannte Public-Key-Infrastruktur im Deutschen Forschungsnetz nutzen“, berichtet Lehmann. Weltweit geschieht der Wechsel also nicht. Allerdings sind dafür auch alle betroffen, die eduroam über ihr Universität-Leipzig-Profil an einer anderen Universität nutzen.

    Die Universität Leipzig nutzt den Wechsel auch, um eduintern, das Netzwerk für Mitarbeiter, in eduroam zu integrieren.

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